Am 26. und 27. Juni 2025 brachte die DGfP Global Mobility Conference HR-Fachkräfte und Mobilitätsexpert:innen bei KPMG in Berlin zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen im Bereich Global Mobility – von sich wandelnden Mitarbeitererwartungen bis hin zu neuen Anforderungen in der Compliance. Die Konferenz verzeichnete erneut einen Anstieg der Teilnehmenden im Vergleich zu den Vorjahren.
Daniel Zinner, Mitbegründer der People Mobility Alliance, moderierte die Veranstaltung – wie bereits seit der ersten Ausgabe im Jahr 2018. Als Mitinitiator begleitete Daniel die Teilnehmenden durch das gesamte Programm, eröffnete und schloss die Konferenz und leitete durch Panels, Round Tables und Workshops zur Neuausrichtung internationaler Mitarbeitereinsätze in Deutschland und darüber hinaus.
Die Konferenz knüpfte an zentrale Erkenntnisse aus dem Vorjahr an – hier geht es zum PMA Rückblick von 2024: PMA Perspective: 5 Key Trends from the DGfP GM Conference 2024

Rollen im Wandel – wachsende Verantwortung
Deutlich wurde in vielen Sessions, wie vielschichtig Global Mobility mittlerweile ist. Der Fokus liegt längst nicht mehr nur auf klassischen Entsendungen. Unternehmen überdenken ihre Policies, um stärker auf individuelle Bedürfnisse, Flexibilität und ortsunabhängiges Arbeiten einzugehen.
Policy Design war dabei ein häufig diskutiertes Thema. Viele Organisationen berichteten, wie sie mit modularen oder stufenbasierten Regelwerken schneller auf Veränderungen reagieren. Die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen – insbesondere Legal, Tax und Compliance – nimmt dabei deutlich zu.
Globale Rollen strategisch denken
Ein zentrales Thema war die Steuerung globaler Rollen in Matrixstrukturen. In international agierenden Unternehmen ist es oft herausfordernd, klare Verantwortlichkeiten zu definieren und den Überblick zu behalten. Die Konferenz zeigte Ansätze auf, wie Unternehmen Strukturen aufsetzen, die über Länder- und Abteilungsgrenzen hinweg funktionieren.
Großes Interesse galt auch dem Thema Cross Border Remote Work. Viele Arbeitgeber:innen stehen vor der Frage, was sie Mitarbeitenden ermöglichen können – und was rechtlich zulässig ist. Zahlreiche Praxisbeispiele zeigten, wie Unternehmen rechtssichere Lösungen für das Arbeiten aus dem Ausland entwickeln.
ESG, Expat Experience und Fachkräftegewinnung
Ein wachsender Programmpunkt war die Nachhaltigkeit internationaler Mitarbeitereinsätze. Diskutiert wurde unter anderem, wie Geschäftsreisen, Langzeitentsendungen und Relocation umweltbewusster gestaltet werden können. ESG-Ziele fließen zunehmend in Mobilitätsstrategien ein – auch wenn viele Maßnahmen noch in den Anfängen stehen.
Zudem wurde intensiv über die Verbesserung der Expat Experience gesprochen – von Prozessen über mentale Gesundheit bis hin zur Integration der Familie. Ziel ist, internationale Mitarbeitende langfristig zu binden – ein wichtiger Faktor angesichts des Fachkräftemangels.
In Workshops und Use Cases diskutierten Teilnehmende unter anderem:
- Business Travel Compliance
- Payroll und internationale Beschäftigung ohne lokale Niederlassung
- Integration ausländischer Fachkräfte
- Inklusive Mobilitätsstrategien
- Verbesserung der Expat Experience

PMA als aktiver Teil der Diskussion
Mit Daniels Rolle als Moderator unterstreicht PMA einmal mehr seine Position als zentrale Stimme in der deutsch- und europäisch-geprägten Mobilitätsdebatte. Viele Themen, die auf der Konferenz diskutiert wurden, spiegeln sich auch in unserer täglichen Arbeit wider – sei es in der PMA Academy, den Expert:innen-Kursen oder bei Veranstaltungen wie der International HR Tech Conference.
Für Daniel und das PMA-Team ist die DGfP-Konferenz ein Ort des Austauschs mit Entscheider:innen, die aktiv an neuen Lösungen für grenzüberschreitende Arbeit arbeiten. Gleichzeitig bietet sie Raum, um funktionierende Ansätze sichtbar zu machen – ein zentrales Ziel unserer laufenden Reihe #MissionPossible.
PMA: Gemeinsam Global Mobility neu denken
Global Mobility wird immer komplexer – und braucht neue Formen der Zusammenarbeit. PMA baut aktiv an diesem Ökosystem, in dem Unternehmen, Dienstleister:innen und Fachpersonen miteinander verbunden sind. Über Weiterbildungsangebote in der PMA Academy, durch Austauschformate wie unsere Konferenzen und durch Vernetzung rund um aktuelle Tools, Technologien und Prozesse.
Auch 2025 war die DGfP-Konferenz für uns ein fester Bestandteil dieser Arbeit. Unser Ziel bleibt: Global Mobility intelligenter, kollaborativer und menschlicher gestalten.

Der Blick nach vorn
Die DGfP Global Mobility Conference 2025 hat gezeigt, dass Global Mobility längst kein Nebenbereich mehr ist – sondern aktiver Teil der strategischen Personalplanung. Angesichts wachsender Anforderungen, rechtlicher Unsicherheiten und neuer Erwartungshaltungen ist der Bedarf an Austausch, Klarheit und praxisnahen Lösungen groß.
PMA wird auch in Zukunft Teil dieser Diskussion bleiben – durch Veranstaltungen, Weiterbildungen und die tägliche Zusammenarbeit mit Unternehmen und Dienstleister:innen.
Bleiben Sie mit PMA Events und Artikeln auf dem Laufenden über Trends in Global Mobility, Fachkräftegewinnung und internationaler Arbeit. Mehr Informationen finden Sie auf https://people-mobility.org/events/
Autor:
Alexia Schmolling ist Leiter der Operations bei PMA Consult. Ihr Fokus liegt auf Expat Management, Mitarbeiter Gesundheit und internationalem HRM. Sie bringt wertvolle Erkenntnisse durch ihre internationalen Erfahrungen.





